Biomasse ist in Deutschland einer der wichtigsten erneuerbare Energieträger. Biomasse wird überwiegend zu Energieträgern wie Pellets, Hackschnitzel oder Biogas verarbeitet und ist daher ein besonders vielseitiger Energielieferant. 

Was ist Bionenergie?

Biomasse ist in Deutschland einer der wichtigsten erneuerbare Energieträger. Biomasse wird überwiegend zu Energieträgern wie Pellets, Hackschnitzel oder Biogas verarbeitet und ist daher ein besonders vielseitiger Energielieferant. 

Bio-Energieträger werden in fester, flüssiger und gasförmiger Form zur Strom- und Wärmeerzeugung und zur Herstellung von Biokraftstoffen genutzt. Rund 69 % der der gesamten Endenergie aus erneuerbaren Energiequellen wurde durch energetisch genutzten Biomassen gewonnen. Diese Bioenergie deckt deutschlandweit 3,9 % des gesamten Stromverbrauchs, 6,2 % des gesamten Wärmebedarfs und 7,6 % des gesamten Kraftstoffverbrauchs ab – Tendenz steigend! Die technisch nutzbaren Potenziale dafür sind in Deutschland ausreichend vorhanden. Beispielsweise stehen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft ein Großteil der 17 Mio. ha landwirtschaftlich genutzter Fläche und ca. 11 Mio. ha Waldfläche für die Gewinnung von Biomasse zur Verfügung.

Nachwachsender Rohstoff Holz – ein nachhaltiger Energielieferant

Der wichtigste Bioenergieträger ist Holz. Etwa ein Viertel der deutschen Holzproduktion wird energetisch genutzt. Nach Angaben der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft gefährdet die intensive Nutzung des Holzes die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung nicht. 

Neben der Forstwirtschaft ist die Landwirtschaft ein wichtiger Lieferant von Biomasse. In 2007 wurden in Deutschland bereits 1,75 Mio. ha, also mehr als 10% der landwirtschaftlich genutzten Fläche, für den Anbau von Energiepflanzen genutzt. Im Vordergrund steht dabei der Rapsanbau zur Biodieselproduktion und die Bereitstellung von Substraten für die Biogaserzeugung. Für eine Ausdehnung der landwirtschaftlichen Bioenergieerzeugung sind noch begrenzte Potenziale vorhanden. Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass ab 2020 für die Produktion nachwachsender Rohstoffe 2,5 bis 5 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche genutzt werden könnten.

Aus Abfall entsteht saubere Energie

Neben der land- und forstwirtschaftlich bereitgestellten Biomasse stehen Reststoffe und Abfälle biogenen Ursprungs für die energetische Nutzung zur Verfügung. Hierzu zählen insbesondere Alt- und Gebrauchtholz, Bioabfälle (z.B. die Biotonne), Klärschlamm, Klärgas, Deponiegas, Gülle, Festmist und Getreidestroh. Zusammen mit weiteren Reststoffen und Abfällen ergibt sich ein Energiepotenzial von ca. 550 Petajoule. Der Erschließung dieses, in großen Teilen noch unerschlossenen, Potenzials wird in Zukunft besondere Aufmerksamkeit zu widmen sein. Die energetische Nutzung von biogenen Rest- und Abfallstoffen trägt dazu bei, mögliche Nutzungskonflikte zwischen der energetischen und der stofflichen Nutzung von Biomasse zu vermeiden oder zu vermindern.